Bläsermusik in der Eismeerkathedrale in Tromsö

Bläsermusik in der Eismeerkathedrale in Tromsö


# Kirchenmusik
Veröffentlicht am Freitag, 31. August 2018, 15:03 Uhr

Bläsermusik in der Eismeerkathedrale in Tromsö

Eine Konzertreise von Querblech

Die Eismeerkathedrale in Tromsö ca 500 km nördlich des Polarkreises ist eine besonders Kirche, was jeder bestätigen wird, der schon einmal dort war.

Wir von ‚querBLECH‘ hatten eine Einladung, dort drei Konzerte zu spielen und einen Gottesdienst zu begleiten.

Wir spielen seit 10 Jahren vorzugsweise dort, wo es keine Posaunenchöre gibt. Und das trifft auch auf die Eismeerkathedrale zu. Blechbläser im kirchlichen Bereich sind dort nicht üblich.

Also haben wir sofort zugesagt und uns dann gut vorbereitet. Am Montag, den 25. Juni starteten zwei von uns per PKW mit dem Instrumententransport, die anderen wählten den Flieger. Wir trafen uns in Tromsö am Mittwoch und haben am Donnerstag zusammen mit der Organistin Linde Mothes geprobt. Sie bestreitet täglich drei Konzerte: um 14 Uhr, um 23 Uhr und um Mitternacht . Und bei drei Nachmittagskonzerten haben wir gemeinsam musiziert. Es war uns eine besondere Freude und Ehre, zusammen mit einer so hervorragenden Organistin zu musizieren.

Eindrücke:

Tromsö - aus Sicht der Autofahrer nach 2.600 km hinter siebenhundert Bergen – Nordnorwegen auf der Höhe von Murmansk – beeindruckende Natur, nicht vom Menschen gezähmt - Urgestein prägt die Landschaft, in der sich der Mensch einen Platz suchen muss – die kraftvolle Natur lässt staunen - Mitternachtssonne leuchtet 24 Stunden – wunderbare abendliche Gespräche bis in den frühen Morgen bei Sonnenschein, der Biorhythmus kommt völlig durcheinander - Füße im Nordatlantik - freundliche, entspannte Menschen. - schön, miteinander Zeit zu haben, diese tolle Landschaft und die Musik in dem tollen Haus zu erleben, Zeit zu haben für tiefgründige Gespräche, angeregt durch das Erleben vor Ort

Eismeerkathedrale - beeindruckende Kirche, Blickfang in Tromsö, egal, aus welcher Richtung man kommt – freundlicher Empfang - Platz und Zeit zum Üben auf der Empore – Nervosität vor dem ersten Konzert – Fehler werden weggelächelt – Gottesdienst mit Taufgesellschaft in norwegischer Tracht war beeindruckend - zum Mitternachtskonzert schlagen die Musiker Ihre Noten auf, ohne Licht anzumachen – eines der Orgelstücke ist ‚der‘ Widor, ein Erlebnis – egal wo man sitzt, tolle Akustik – durch Lichtbänder auch zum Mitternachtskonzert ständig verändernde Beleuchtung - immer beeindruckend. - gemeinsames Musizieren schafft diese Bande - Musik ist Sprache, die man versteht, egal wo man ist auf der Welt, Musik bringt so vieles in einem zum Klingen.

 

Für uns war dies ein ganz besonderes Erlebnis. Wir danken dem Kirchenkreis Oderland Spree, der Genezareth-Kirchengemeinde Erkner und der Wohnungsgesellschaft Erkner für die Unterstützung dieser Reise !

Martin Vahlenkamp für Querblech