Workshop mit Richard Roblee

Workshop mit Richard Roblee


# Kirchenmusik
Veröffentlicht von Dagmar Müller am Montag, 14. August 2017, 13:17 Uhr

Vergiss nicht zu danken …

Dass heitere, beschwingte Musik mitunter schwere Arbeit ist, aber auch richtig viel Spaß machen kann, durften die Teilnehmer eines Bläserworkshops mit dem Komponisten Richard Roblee (Seattle/Würzburg) am 15.+16. Juli in Müncheberg in besonderer Weise erleben.

Viele der rund 40 Laienmusiker sind, wie ich, in der traditionellen Posaunenchorarbeit groß geworden und mit modernen Rhythmen eher weniger vertraut. Doch schon in den Vorproben haben wir gespürt, dass der amerikanische Professor für Jazz und Big Band, der seit 1988 in Deutschland lebt, die Stücke irgendwie genau für uns geschrieben hat.

Übertroffen wurden diese Eindrücke und alle Erwartungen dann durch die Arbeit mit dem 73-jährigen Vollblutmusiker selbst. Von Anfang an waren wir begeistert, mit wie viel Gelassenheit, Humor und vor allem Leidenschaft er uns seine Kompositionen und Arrangements nahe zu bringen vermochte. Mal erhaben, mal melancholisch, mitunter sogar rockig meist aber im Swing erwachte selbst „Ein feste Burg“ zu neuem Leben. Für den richtigen Drive und einen zusätzlichen Spaßfaktor sorgte in exellenter Weise Markus Herrmann am Schlagzeug. Und so verging ein anstrengender, aber auch lehrreicher Probentag wie im Fluge.

Das Abschlusskonzert, welches der begnadete Posaunist selbst moderierte und mit drei Solostücken bereicherte, begeisterte dann jeden in der gut besuchten Stadtpfarrkirche Müncheberg. Für viele von uns ein Höhepunkt unseres Bläserlebens. Aber auch für den Meister, der immerhin mit Legenden wie Samy Davis Jr. und Henry Mancini musizierte, war diese Musik offensichtlich etwas ganz besonderes .

Abgerundet wurde das tolle Wochenende mit einem Gottesdienst am Sonntag, bei dem auch die Jungbläser des Posaunenchores Müncheberg mitmachen durften.

Danke den Münchebergern und ihrem Leiter Friedemann Scholle für's Organisieren und danke an Richard für dieses wirklich einmalige Erlebnis.

Winfried Stelzer/ „querBlech“ Erkner