Ubi caritas et amor - Chorreise nach Taize

Ubi caritas et amor - Chorreise nach Taize


# Kirchenmusik
Veröffentlicht am Dienstag, 27. Juni 2017, 15:27 Uhr

Ubi caritas et amor ...

Am 29. April 2017 starteten 3 Autos mit 12 Sängerinnen und Sängern vom katholischen und evangelischen Kirchenchor Erkner nach Taizé. Unterwegs machten wir für eine Nacht Zwischenstation in einem Vorort von Freiburg. Ausgeschlafen und gestärkt fuhren wir am Sonntagmorgen voller Erwartung den zweiten Teil der 1200 km langen Strecke.

Wohlbehalten in Taize angekommen, gab es ein Quartier für alle und die Einladung zum „Gebet in Stille für den Frieden“.

Zum Abendbrot trafen wir uns dann alle im Zelt „M“, welches für die folgende Woche unser meist genutzter Raum sein sollte (der Blick auf die „Wetterapp“ verhieß Dauerregen ...)

20:30 Uhr beteten wir das Abendgebet in der Kirche mit den Brüdern von Taizé und allen Menschen, die hier angekommen waren um mit Gott Kraft zu schöpfen im Gebet, im Singen, in der Stille, im persönlichen Nachdenken und in Gesprächen.

Am Montag erwartete uns nach dem Morgengebet das Frühstück und eine Bibeleinführung durch Bruder John aus England, der mit Tiefgang und Witz uns mitnahm in neues Nachdenken über biblische Texte.

Jeder Tag in Taizé ist klar strukturiert - 12.20 Uhr Mittagsgebet in der Kirche, anschließend Mittagessen, etwas freie Zeit... Zum Bibelgespräch 15.15 Uhr in kleinen Gruppen, bestehend aus 8-10 „Ü-30-Pilgern“, kamen wir ins Gespräch über den Bibeltext vom jeweiligen Morgen.

17.00 Uhr ging es weiter mit dem „Nachmittags-Tee“ und diversen Angeboten von Workshops bzw. Gesprächsgruppen. So sahen wir einen Film über das „Bedingungslose Grundeinkommen“ – mit angeregter Diskussion im Nachgang.

Nach dem Abendbrot war 20.30 Uhr das Abendgebet in der Versöhnungskirche.

Dieser Tagesablauf prägte die gesamte Woche und wiederholte sich täglich.

Jeder von uns 12 Mitreisenden hatte eine wiederkehrende tägliche Arbeitsaufgabe – Abendbrot bereitstellen, Frühstück austeilen, in der Krankenstation mithelfen, abwaschen...

Das Beten, Singen, die Stille und der Austausch über Bibeltexte hat uns in dieser Woche tief berührt und innerlich stärker im Glauben gemacht.

Die ökumenische Ausrichtung der Communauté de Taizé übt eine Faszination aus, die uns hoffen lässt, dass die Worte aus dem Gebet Jesu „damit sie eins seien, wie wir eins sind“ (Joh.17.22) in allen christlichen Konfessionen Frucht bringen möge.

In Taizé haben wir gesehen, dass alles, was uns verbindet stärker ist als das was uns trennt.

Wir freuen uns auf neue und weitere gemeinsame ökumenische (Chor) Projekte!

C. Michalke, M. Michalke & K. Schubert